Pfarrhaus vom Süden her gesehen / So finden Sie das Objekt

Pfarrhaus

Geschichte des Gebäudes

 

Im Mittelalter sehr wahrscheinlich burgartiger Herrensitz (untere Mauern sind ca. 1 m dick)

 

1473 Umbau/Neubau mit Haupteingang in Richtung der Stadtkirche. Am Eingangsportal steht die genannte Jahreszahl, zusammen mit dem Sachsenheimer und dem Eltershofener Wappen. Bauherr war Hans der Jüngere von Sachsenheim.

 

An der Südfront ist das Sachsenheimer und das Neipperg'sche Wappen angebracht sowie die Inschrift: "got geb de(n) sine die nach mir hine [heiraten] D(a)z ich werd find gnad by maria kind Hans von Sachssenhein. 1.4.///.93/"

 

1544 Aufgabe des Adelssitzes in Folge des Schlossbaues.

 

1562 Sitz des Untervogts, später Stadtschreiberei. Ein Eingang zur Hauptstraße wird später gebaut.

 

1872 evangelisches Pfarrhaus. Der Staat erwirbt den Bau für 6500 Gulden (11150 Mark). Der Anbau zur Kirche hin wird Wohnung des Landjägers, später Mesnerwohnung. Um Problemen bei der Nutzung des Gebäudes aus dem Weg zu gehen, wird ein Zugang über das Türmchen zur Oberen Straße errichtet. Das bisherige Pfarrhaus in der Oberen Straße (heute: Macedonia) wird für 4000 Gulden an die Stadt Großsachsenheim verkauft, die dieses als Lehrerwohnung weiter nutzte.

 

1926 Einbau eines Gemeindesaales

 

1972 Pfarrhauserneuerung. Im Erdgeschoss stehen zwei Räume zur Verfügung (derzeit großer Raum: vorübergehend Kindergartenaußengruppe; Kinderstube; kleiner Raum: Raum der landeskirchlichen Gemeinschaften), die frühere Wohnung Fähnle wird zum Sekretariat, Registratur und Amtszimmer. Es wird eine zusätzlich eine Vikariatswohnung eingerichtet. Bei der Erneuerung wurde das Fachwerk freigelegt, wodurch das Pfarrhaus seine prägende Bedeutung für das Ortsbild Großsachsenheims wiedererlangt hat.