Connection timed out 1699 - Glocken : Evangelische Kirchengemeinde Großsachsenheim

Glocken

Glocke Ton Inschrift Gewicht, Datum
2 g' "Anno 1699 wurde auff Anordnung Herrn Vogten zu Sachsenheim Jacob Bernhard Sprengers, Herrn Pfarrers M. Gröningers, Amtspflegers Hanns Michel Vatters und Bürgermeisters Jacob Friderich Sibers dise Glockhen gegossen" 600 kg, 1699
3 a' "Lobsinget Gott, lobsinget unserem König" 467 kg, 29. Januar 1951
4 h' "Verleih uns Frieden gnädiglich" 321 kg, 29. Januar 1951
1 e' "Gott rufet noch" "In memoriam Friedrich Kienle 1900 - 1982" 1200 kg, 02. Oktober 1983

Glockenstuhl im Jahr 2009 / So finden Sie das Objekt; Bilder können durch Doppelklick vergrößert werden.

1567 Am 30.01.1567 werden vom Schlosser Hans Greiner aus Vaihingen drei Glocken im Glockenstuhl angebracht.

 

1661 verläßt Pfarrer Sartor die Kirchengemeinde und zieht nach Pfullingen, weil die Glocken nicht richtig geläutet würden, so dass man nicht wisse, ob nun Kirche sei oder nicht.

 

1670 Am 4. Juni 1670 wird eine neugegossene Glocke vom Zeughaus in Stuttgart abgeholt. Die Stuttgarter Kirchen trugen durch Spenden zur bezahlung bei (Geschenk für den Zeugmeister: ein Zehn-Pfund-Häfele Schmalz)  

 

1688 Französische Besatzung - alle auf dem Turm befindlichen Glocken werden abgeholt.

 

1699 Im Jahr 1699 kam die erste neue Glocke (g) auf den Turm. Ihre Höhe beträgt 80, ihr Durchmesser 99 cm, ihr Gewicht etwa 600 kg. Die Schulterinschrift lautet: "Anno 1699 wurde auff Anordnung Herrn Vogten zu Sachsenheim Jacob Bernhard Sprengers, Herrn Pfarrers M. Gröningers, Amtspflegers Hanns Michael Vatters und Bürgermeisters Jacob Friderich Sibers dise Glockhen gegossen". 

 

1700 "Schulglöckle", 1703 dann eine weitere Glocke (c) mit einem Gewicht von ca. 310 kg, gestiftet von der Gemahlin des württembergischen Herzogs Ludwig, Johanna Elisabetha. Die Glocke wurde von Joh. Thomas Schenck gegossen.

 

01.05.1887 Läuteordnung: "Von nun an soll zusammengeläutet werden, wie es bei jedem ordentlichen Gottesdienst geschieht und wird gehofft, daß infolge einer besonderen Aufforderung zum Besuch dieser Gottesdienste an die Gemeinde dieser Besuch ein etwas zahlreicherer werde"

 

1889 Die kleinste Glocke (Schul- und Leichenglocke) zerspringt. Am 9. August 1890 wird eine 212 Pfund schwere Glocke (f) geweiht. Gestiftet wurde sie von Jakob Friedrich Arzt; gegossen wurde die Glocke von Heinrich Kurtz in Stuttgart. Inschrift: "Glaube, Liebe, Hoffnung.

 

17.06.1917 Ablieferung der Glocken aus dem Jahr 1703 und 1889: "auf Anordnung des Kommunalverbanes Vaihingen vom 11.[06.1917] die Kirchenglocken für die Übernahme am 22. Juni an der Sammelstelle, dem Rathaus, bis nachm. 4 Uhr bereitzustellen sind. Befreit von der Ablieferungspflicht ist die älteste, im Jahr 1699 von Nicolaus und Stephanus Arnolt aus Lothringen gegossene Glocke, die ein Gewicht von ca. 540 kg hat und auf den Ton g gestimmt ist..."

 

30.06.1917 für die abgelieferten Glocken werden vom Kommunalverband Vaihingen 1723 Mark 50 Pfennig bezahlt. Das Geld wurde zur Zeichnung der 7. Kriegsanleihe verwendet (und war damit am 11.11.1918 um 5 Uhr für die Kirchengemeinde verloren). Zum Stundenschlag weden zwei Eisenbahnschienen im Turm aufgehängt.

 

8.8.1920 Der Kirchengemeinderat beschließt die Anschaffung zweier Glocken.

 

November 1920: Guß einer Glocke (b) mit 385 kg ("Unsere Seel harrt auf den Herrn (PS. 33, 20); 1921" und einer Glocke (d) mit 165 kg ("Die auf den Herrn harren kriegen neue Kraft (Jes. 40,31); 1921 Gottlieb Bühler" bei der Firma Kurtz in Stuttgart. Das evangelische Konsistorium genehmigte am 15.2.1921 einen Betrag von 30360 Mark; dabei wurden 10000 M von Gottlieb Bühler, einem Möbelfabrikant bei Philadelphia, Pa., USA (Verwandter des Malermeisters Georg Breitmayer) und 10000 M von der Stadt Großsachsenheim übernommen.

 

1.2.1941 Im 2. Weltkrieg müssen die Glocken von 1921 abgegeben werden. 

 

September 1946 Der Auftrag für die Neubeschaffung von Glocken wird zurückgestellt, da der Kirchengemeinderat Bronceglocken anschaffen will, aber zu der Zeit nur Gußstahlglocken gefertigt werden können.

 

14.8.1950 Der Kirchengemeinderat beschließt die Neuanschaffung zweier Kirchenglocken.

 

29.01.1951 Die Kirchengemeinde nimmt die von der Firma Kurtz in Stuttgart gegossenen Glocken am Friedhof in Empfang. Die größere Glocke (a; 467 kg) trägt die Inschrift "Lobsinget Gott, lobsinget unserem König", die kleinere mit einer Taube verzierte Glocke (h, 321 kg) die Inschrift "Verleih uns Frieden gnädiglich". Die Kosten betragen 6000 DM, die Anschaffung konnte auf Grund einer größeren Spende von Friedrich Kienle getätigt werden. Am Sonntag darauf war Glockenfeier, der Gottesdienst, den Prälat Schlatter hielt, wurde vom Kirchen- und Posaunenchor sowie dem Gesangverein Liederkranz musikalisch gestaltet.

 

1983 Der Kirchengemeinderat beschließt, eine vierte auf den Ton e' gestimmte Glocke mit einem Gewicht von 1,2 Tonnen zu beschaffen, so dass die Tonfolge den Choralanfang von "Gott rufet noch" ergibt. Der Glockenstuhl wird erneuert und neue Läutemaschinen werden angeschafft.

 

26.08.1983 Die Glocke wird bei der Firma Rincker in Sinn (Dillkreis) gegossen. Da Familie Kienle anläßlich der Beerdigung von Friedrich Kienle statt Blumen und Kränzen um eine Spende für die Kirchengemeinde gebeten hatte, konnte die Glocke von dieser Spende beschafft werden. Es wurden in die Glocke neben dem Liedanfang "Gott rufet noch" noch die Worte "In memoriam Friedrich Kienle 1900 - 1982" eingeprägt.

 

02.10.1983 Glockenweihe im Rahmen des Erntedankfests durch Pfarrer Strebel.

 

21.10.1983 Der Kirchengemeinderat beschließt die im Wesentlichen noch heute gültige Läuteordnung. Besonderheit bei dieser Läuteordnung ist es, dass bei Gottesdiensten (unabhängig von der Art und Zeit des Gottesdienstes) mit allen vier Glocken geläutet wird.

 

In der Kirchengemeinderatssitzung am 01.03.2011 soll eine neue Läuteordnung beschlossen werden.